Business-Continuity-Management beim Aussennetz

Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten

Das Wesentliche in Kürze

Das Business-Continuity-Management (BCM) ist ein Führungsinstrument der Bundesverwaltung. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements. Während sich Letzteres mit den Gefahren für die Aufgabenerfüllung auseinandersetzt, fokussiert das BCM auf proaktive und reaktive Massnahmen und Pläne zur Aufrechterhaltung des Betriebs bei Vorfällen. Sein Ziel ist es, die Auswirkungen eines Ausfalls von zeitkritischen Leistungen zu minimieren. Die Zeitdauer eines Ausfalls und das Ausmass des Produktivitätsverlustes werden demnach mit einem geeigneten BCM reduziert.

Die Verwaltungseinheiten und die Departemente verantworten den Aufbau, die Umsetzung und die periodische Überprüfung des BCM. Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) fördert seine einheitliche Umsetzung und seine Verbesserung innerhalb des Bundes. Sie ist auch für Schulungen zuständig und stellt den Meinungsaustausch zwischen den Departementen sicher.

Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat die Effektivität des BCM für das Aussennetz des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) geprüft. Sie stellte fest, dass die Zentralisierung des BCM für das Aussennetz in Bern im Widerspruch zur Richtlinie über das Kontinuitätsmanagement Bund steht. Dadurch ergeben sich Schwachstellen für die rund 170 schweizerischen Vertretungen im Ausland, die vor Ort Betriebskontinuitätsrisiken ausgesetzt sind. Es besteht demnach Verbesserungsbedarf, um die Wirksamkeit des BCM sicherzustellen.