Das Wesentliche in Kürze
Seit 2008 liegt die Verantwortung für die Nationalstrassen beim Bund. Im Rahmen der Netzvollendung werden einzelne Teilstücke gemeinsam mit den Kantonen als Verbundaufgabe fertiggestellt, wobei die Kantone für die Umsetzung verantwortlich sind. Im Kanton Wallis realisiert die Dienststelle für Nationalstrassenbau (DNSB), als Vertreterin des Kanton Wallis, die fehlenden Abschnitte der A9 als Bauherrin. Der Bund trägt 96 % der Kosten. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) übernimmt die Oberaufsicht und die Steuerung. Für die 31,8 km lange Strecke zwischen Sierre Ost und Visp Ost veranschlagt die DNSB 5,15 Milliarden Franken (Stand 2024). Die letzte Teilstrecke Sierre–Leuk Ost soll bis 2037 fertiggestellt und ans ASTRA übergeben werden. Sie ist 8,5 km lang und kostet 1,477 Milliarden Franken.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) beurteilt im Rahmen dieser Prüfung den aktuellen Stand der Fertigstellung der A9. Die Ergebnisse zeigen positive Entwicklungen in der Zusammenarbeit zwischen dem ASTRA und der DNSB. Die Risiken bleiben jedoch insbesondere hinsichtlich des noch ausstehenden grossen Bauvolumens und der langen Bauzeit nach wie vor beachtlich. Die EFK sieht sowohl in der weiteren Sicherstellung der Oberaufsicht als auch in der Risko- und Kostenführung noch Handlungsbedarf.