Schlüsselprojekt Telekommunikation der Armee

Gruppe Verteidigung

Das Wesentliche in Kürze

Das Schlüsselprojekt Telekommunikation der Armee (TK A) zielt darauf ab, die Kommunikationsinfrastruktur der Schweizer Armee zu modernisieren. Bis 2035 soll es die Telekommunikationsausrüstungen im Systemverbund der Armee ablösen. Über sechs Beschaffungsschritte sind für TK A Investitionen und Personalaufwände im Gesamtumfang von rund 1 920 Millionen Franken geplant. Per 30. Juni 2025 sind Gesamtkosten von rund 543,8 Millionen Franken entstanden.

TK A umfasst unter anderem die aktiven Teilprojekte «Ersatz mobile Kommunikation» (EmK) und «Ersatz Integriertes militärisches Fernmeldesystem» (Ersa IMFS). Im Projekt EmK kommt es nach Qualitätsproblemen und Lieferschwierigkeiten zu einer Neuplanung und potenziell höheren Kosten sofern das heutige Mengengerüst beibehalten wird. Gleichzeitig verzögert sich im Projekt Ersa IMFS die Erarbeitung des Beschaffungsvertrags. Aufgrund der Verzögerungen und Mehrkosten prüfte die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK), ob die Verträge und die dazugehörigen Steuerungsinstrumente sinnvoll ausgestaltet sind. Das Vertragsvolumen mit dem Lieferant Elbit beläuft sich inkl. Mehrwertsteuer auf 377 Millionen Franken, die Zuschlagssumme mit RUAG MRO Holding AG (RUAG MRO) für Ersa IMFS auf rund 81,1 Millionen Franken; der Rahmenvertrag zu Ersa IMFS wurde schliesslich mit einem definierten Kostendach von CHF 78,5 Millionen Franken abgeschlossen.

Die Prüfung zeigt, dass im Projekt EmK die Steuerungsinstrumente für die Verträge verbessert wurden. Es bestehen aber nach wie vor Herausforderungen mit dem Lieferanten, wodurch fundamentale Unsicherheiten bei der Leistung, den Terminen und den Kosten entstehen. Die bevorstehenden Abnahmetests sollen diesbezüglich Klarheit schaffen und Grundlage für die weitere Vorgehensweise bilden. Im Projekt Ersa IMFS arbeiten armasuisse und Kommando Cyber weiterhin am Abschluss des Beschaffungsvertrag. Die bestehenden offenen Fragen im Zusammenhang mit der Umstellung auf ein agiles Vorgehen und in der Zusammenarbeit sind mit RUAG MRO dringend zu klären. Gelingt es nicht, die Beziehungen nachhaltig zu stabilisieren, sind weitere Verzögerungen und Mehrkosten nicht auszuschliessen.