Schlüsselprojekt Erneuerung Zentrales Migrationsinformationssystem

Staatssekretariat für Migration

Das Wesentliche in Kürze

Die Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) hat das Programm «Erneuerung ZEMIS» (ERZ) als Schlüsselprojekt zum zweiten Mal geprüft. Das zentrale Migrationsinformationssystem (ZEMIS) ist veraltet und auch nicht mehr kompatibel mit anderen Standardlösungen im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). Das Staatssekretariat für Migration (SEM) erneuert deshalb mit dem Programm ERZ, bestehend aus sieben Projekten, diese Systemlandschaft und optimiert gleichzeitig seine Geschäftsprozesse. Das Programm wurde im Mai 2022 gestartet. Damals plante das SEM eine Laufzeit von rund fünf Jahren mit Gesamtkosten von 65,9 Millionen Franken. Aufgrund einer Neuplanung hat sich die Programmlaufzeit bis 2032 verlängert. Die Gesamtkosten haben sich um 127,1 Millionen Franken auf 193 Millionen erhöht.

Das SEM hat mit der Neuplanung und dem Aufbau neuer Rollen wichtige Voraussetzungen geschaffen, um das Programm ERZ zielführend umzusetzen. Im Rahmen der verfügbaren Zeit in der Neuplanung konnte das SEM mit dem Programm beachtliche Fortschritte erzielen. Es bestehen jedoch noch einige wesentliche Unsicherheiten in der Aufwandschätzung. Damit ist die Neuplanung noch nicht über die gesamte Programmlaufzeit belastbar. Verschiedene Empfehlungen der EFK aus der Prüfung im Jahr 2022 konnte das SEM noch nicht abschliessend umsetzen. Um diese Unsicherheiten zu beheben, muss das Zusammenspiel zwischen dem SEM, dem Informatik Service Center (ISC) und dem Generalsekretariat EJPD optimiert werden.