Langfristige Finanzierung der FIPOI

Immobilienstiftung für internationale Organisationen (FIPOI)

Das Wesentliche in Kürze

Der Finanzplan der Immobilienstiftung für internationale Organisationen (FIPOI) weist für den gesamten Zeitraum 2025–2029 ein Defizit auf. Der operative Cashflow der FIPOI reicht nicht aus, um die notwendigen Investitionen in den Immobilienbestand zu tätigen und damit das durch den Stiftungsrat definierte Qualitätsniveau sicherzustellen. Gemäss dem im Dezember 2024 genehmigten Finanzplan dürfte es bei der FIPOI ab dem Jahr 2028 zu einem Liquiditätsengpass kommen, falls die Stiftungsgründer keine zusätzlichen Finanzierungsmassnahmen ergreifen sollten.

Die FIPOI richtete im März 2025 ein Finanzierungsgesuch an die Gründer. Im Mai 2025 lancierte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Ämterkonsultation für die Botschaft über die Massnahmen zur Stärkung der Rolle der Schweiz als Gaststaat 2026–2029.

Diese Botschaft umfasst eine Finanzierung von 130 Millionen Franken für vier prioritäre Renovationsprojekte der FIPOI sowie eine Reihe von gezielten Massnahmen im Umfang von ungefähr 80 Millionen Franken. Mittelfristig, das heisst über die Zeitspanne dieser Botschaft hinaus, wird die FIPOI in die Renovation des restlichen Immobilienbestandes, also der elf verbleibenden Gebäude, investieren müssen. Im Laufe der vergangenen Jahre ist es bei den anderen Gebäuden der FIPOI nicht vollumfänglich gelungen, mit den getätigten Investitionen das durch den Stiftungsrat festgelegte Qualitätsniveau zu erreichen. Dies lag an den finanziellen Mitteln.

Die EFK hat im Rahmen ihrer Prüfung beurteilt, ob die langfristige Finanzierung der FIPOI mit diesem zusätzlichen Betrag von 130 Millionen Franken sichergestellt ist. Sie kommt nach der Analyse verschiedener Szenarios zum Schluss, dass weder die Finanzierung der FIPOI für die nächsten zehn Jahre noch ihre Selbstfinanzierung ab 2036 garantiert ist. Abhängig von den Entwicklungen vor Ort sowie den strategischen Entscheidungen des Stiftungsrates könnte bereits im Rahmen der nächsten Botschaft eine zusätzliche Finanzierung durch die Gründer nötig werden.