Das Wesentliche in Kürze
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat geprüft, inwieweit das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) die digitale Transformation der 1. Säule strategisch steuert und operativ umsetzt. Die Digitalisierung der 1. Säule ist politisch gewünscht, doch die Umsetzung verzögert sich aufgrund struktureller Defizite und mangelnder Abstimmung zwischen den Akteuren. Sie kann nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle Beteiligten, insbesondere das BSV und die Durchführungsstellen, gemeinsam und koordiniert handeln. Mit der digitalen Transformations- und Innovationsstrategie hat das BSV eine Grundlage geschaffen, die auf Standardisierung, Datenmanagement und Governance setzt und sowohl rechtliche Anpassungen als auch die Einführung neuer digitaler Prozesse und Dienste umfasst. Dennoch wird der Fortschritt durch komplexe Durchführungsstrukturen, institutionelle Abgrenzungen und fehlendes Vertrauen zwischen dem BSV und den Durchführungsstellen gehemmt – ein zentrales Hindernis für die Digitalisierung. Statt einer stringenten und koordinierten Umsetzung dominieren Einzelinteressen, langwierige Entscheidungsprozesse und unzureichend genutzte Steuerungsinstrumente. Fehlende wirtschaftliche Anreize sowie unvollständige Nutzenanalysen erschweren zusätzlich eine effiziente Digitalisierung. Ohne eine klare Steuerung und eine konsequente Zusammenarbeit zwischen den Akteuren bleiben die Potenziale ungenutzt.