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Jahresprogramm 2026: Künstliche Intelligenz und Zusagen halten

11 / 02 / 2026

Medienmitteilung

Die Finanzdelegation der eidg. Räte und der Bundesrat haben das Jahresprogramm
2026 der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) zur Kenntnis genommen. Das Programm ist vielfältig
und enthält insbesondere auch Prüfungen zum Thema «Künstliche Intelligenz» (KI). Eine thematische
Klammer schafft die Frage des Haltens von Zusagen. Sie gewinnt für die EFK an Relevanz.

Wirtschaftlichkeit kann Schaden nehmen, wenn gemachte Zusagen nicht gehalten werden. «Ausgaben werden mit dem Versprechen legitimiert, dass eine Leistung künftig bessere Qualität aufweist oder günstiger und effizienter erbracht wird. Die Frage sei gestellt: Werden solche Zusagen an Politik und Bevölkerung jeweils eingehalten? Wir stellen fest, dass die Antwort darauf zu oft im Ungewissen bleibt.», führt Pascal Stirnimann im Vorwort zum diesjährigen Prüfprogramm aus. Darum widmet sich die EFK bei diversen Prüfvorhaben 2026 auch der Beantwortung dieser Frage.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellt daneben das diesjährige Schwerpunktthema dar. Die Technologie birgt Chancen und Herausforderungen für den Arbeitsalltag in der Verwaltung. Diverse Prüfungen adressieren dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Die EFK prüft beispielsweise KI-Lösungen im militärischen Bereich oder die Bereitstellung der Bundesinfrastruktur für KI-Lösungen. Dabei geht es etwa um Fragen von Governance, den Umgang mit Daten und um Wirtschaftlichkeitsversprechen, die neue Lösungen begleiten.

Im Sicherheitsbereich wird die EFK bspw. die Betriebskostenprognose der F-35A oder die Finanzplanung der Armee prüfen. Mit einer Evaluation der Sozialversicherungen will die EFK die Frage beantworten, ob mit der Reform der Ergänzungsleistungen die gesteckten Ziele erreicht wurden. Im Migrationsbereich soll die Aufsicht über die Sozialhilfen im Asylbereich beurteilt werden. Im Justizbereich wird das Digitalisierungspotenzial der Prozesse des Instituts für Rechtsvergleich oder die Sicherheit der Plattform «justitia.swiss» geprüft.

Das Jahresprogramm 2026 enthält rund 170 Prüfungen. Zu vielfältigen Themen führt die EFK-Prüfungen bei IKT-Projekten, Subventionen, Beschaffungen oder Bauvorhaben durch. Im Zentrum stehen dabei Wirtschaftlichkeitsaspekte. Auch Abschlussprüfungen und eine Reihe von Evaluationen stehen auf dem Programm.