Das Wesentliche in Kürze
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) ist die zentrale Aufsichtsbehörde über den Schweizer Finanzmarkt. Im Geschäftsjahr 2024 erstreckte sich der Aufsichtsbereich der FINMA auf ca. 30 000 Finanzinstitute und -produkte. Zielsetzung der FINMA ist es, die Funktionsfähigkeit, Integrität und Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes zu wahren. Zur Erfüllung ihrer Aufsicht verfügte die FINMA über ein Budget von 154 Millionen CHF und beschäftigte im Jahresdurchschnitt 695 Mitarbeitende. Dabei verfolgt sie die Strategie, durch den Einsatz innovativer Technologien, wie Künstlicher Intelligenz (KI), die Effizienz ihrer Tätigkeit zu erhöhen.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat den Einsatz von KI-Systemen innerhalb der Aufsichtstätigkeit der FINMA bewertet. Die Prüfung orientierte sich an den drei zentralen Handlungsfeldern Vertrauen verdienen, Effizienz steigern und Kompetenzen aufbauen. Die durch die Bundeskanzlei publizierte Teilstrategie für den Einsatz von KI-Systemen in der zentralen und dezentralen Bundesverwaltung (KI-Teilstrategie) diente als Grundlage für die inhaltliche Konkretisierung der durch die EFK geprüften Handlungsfelder.
Im Zentrum der Prüfung stand die Frage, ob der Einsatz von KI unter Beachtung von Prinzipen der Vertrauenswürdigkeit und der Wirtschaftlichkeit erfolgt. Im Ergebnis befindet sich die FINMA in einer initialen Phase des methodischen und organisatorischen KI-Kompetenzaufbaus. Folglich ergab die Prüfung konkreten Handlungsbedarf in den Bereichen der Wirkungskontrolle und der Vertrauenswürdigkeitsevaluation von KI-Systemen.