Das Wesentliche in Kürze
| Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) prüft seit 2013 im Auftrag des Bundesrates Schlüsselprojekte der Bundesverwaltung. Schlüsselprojekte sind Vorhaben im Bereich der Information- und Kommunikationstechnologie (IKT), bei denen der Ressourceneinsatz, die strategische Bedeutung und die Risiken hoch sind. Der Synthesebericht dient dazu, deren Steuerung zu verbessern und richtet sich insbesondere an Auftraggeber, Amtsvorsteher und Generalsekretariate. 2016 hat die EFK in einem ersten Synthesebericht zu den Schlüsselprojekten Muster und Auffälligkeiten aus 20 Prüfungen beschrieben. Sie kommt zehn Jahre danach zum Schluss, dass wesentliche, bereits im Jahr 2016 identifizierten Defizite weiterhin bestehen. Den Verwaltungseinheiten bzw. den Departementen ist es noch nicht gelungen, Verbesserungen nachhaltig in der Organisation oder in den Folgeprojekten zu verankern. |
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EFK-Berichte der Jahre 2024 bis 2025 analysiert
3-5 Mrd.
Franken Investitionsvolumen der betrachteten Vorhaben
10 %
der Empfehlungen adressieren Rahmenbedingungen
5
wesentliche Defizite, die auch schon 2016 genannt wurden
Zentrale Erkenntnisse
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Fehlende Ausrichtung auf Wirkung und Nutzen
Kennzahlen und Methoden zur Nutzenmessung fehlen weitgehend, sodass die Wirtschaftlichkeit der Projekte nicht nachgewiesen werden kann; Optimierungen werden in Folgeprojekte verschoben.
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Unzureichende Unterstützung
Eine aktivere Rolle der Departemente zur Stärkung der Schlüsselprojekte fehlt; nachhaltige Verbesserungsmassnahmen in der Stammorganisation und den Projekten werden nicht umgesetzt.
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Mängel in der Projektführung
Eine unvollständige Gesamtplanung, ein formal ausgerichtetes Risikomanagement und grobe Kostenschätzungen erschweren die wirksame Planung und Steuerung erheblich.
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Vorbereitung in den Betrieb unzureichend
Der Übergang vom Projekt in den Betrieb ist häufig unzureichend vorbereitet; insbesondere sind Betriebs- und Supportorganisationen nicht vollständig einsatzbereit und Prozesse werden nicht angepasst.
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Schwieriges Umfeld
Nicht bewirtschaftete Rahmenbedingungen führen zu Verzögerungen oder zu Mehrkosten und lassen sich durch die Projekte selbst nicht beheben.
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Heterogene Anspruchgruppen
Komplexe Stakeholderstrukturen (z. B. in föderalen Strukturen) überfordern die Vorhabensverantwortlichen. Dies wird deutlich an fehlenden durchgängigen Prozessen und an fehlenden harmonisierten Daten.